Vereinsentwicklung
Tennisverband-Projekt «Girls Advantage»: Der Kurzfilm «Advantage – zum Beispiel Asya» feiert seine Premiere
Gemäss einer Studie sind viel weniger Mädchen als Jungs im Tennissport aktiv. Dies versucht der Zürcher Tennisverband zu ändern. Mit dem neuen Kurzfilm «Advantage – zum Beispiel Asya» läutet er den Startschuss ein für das Projekt «Advantage Girls», welches durch den ZKS aktiv begleitet wird.
Tennis ist mehr als ein Spiel, es ist eine Lebensschule.
Ein Satz, der nicht nur am Ende von «Advantage – zum Beispiel Asya» erscheint, sondern den Kurzfilm gleichermassen beschreibt. Innert gut 15 Minuten wird der sportliche Alltag von zwölf ambitionierten jungen Tennisspielerinnen vorgestellt. Dabei geht der Blick nicht nur auf die Courts und gelben Filzbälle, sondern auch in die Köpfe der Protagonistinnen. Es geht um die Gründe, warum sie Tennis spielen, ihre Hoffnungen und Träume, aber auch um Ängste und Zweifel. Ein subtiler, emotionaler Einblick.
«Advantage – zum Beispiel Asya» feierte Mitte Februar seine Premiere. Produziert wurde der Kurzfilm vom Regionalverband Zürich Tennis (RVZT), der damit einen bestimmten Zweck erreichen möchte. Der Film symbolisiert nämlich den Auftakt des Projekts «Advantage Girls», mit welchem der kantonale Tennisverband mehr Mädchen an die Sportart heranführen will. Mit dabei ist auch der ZKS, der den Tennisverband unter anderem mit einer finanziellen Unterstützung, einem Kickoff-Workshop und bei der Erstellung des Projektkonzepts aktiv begleitet und berät.
Grosses Ungleichgewicht
Tennis ist zwar schweizweit wie auch im Kanton Zürich weiterhin ein beliebter Sport. Dennoch hat der Tennisverband ein grosses Ungleichgewicht festgestellt: Von den rund 6800 aktiv spielenden Kindern sind nur etwas mehr als ein Drittel Mädchen. Zwischen den 14- und 16-Jährigen spielen gar doppelt so viele Jungs wie Mädchen – und das Interesse geht weiter zurück. Dies geht aus der Studie «Sport Schweiz – Kinder und Jugendbericht» hervor.
Die Gründe dafür sind vielseitig: Einige Teenager geben während der Pubertät aufgrund anderer Prioritäten ihr Hobby auf. Teilweise mangelt es laut RVZT aber auch an der Unterstützung und Förderung vonseiten der Eltern, Clubs oder Trainern.
Für die Jahre 2024 bis 2026 hat der Tennisverband entsprechend mit Unterstützung des ZKS ein Programm mit verschiedenen Massnahmen definiert. Darunter befinden sich unter anderem Kampagnen zur Emotionalisierung oder Sensibilisierung, wovon auch der Kurzfilm Teil ist.
Zudem sind verschiedene Anlässe im Raum Zürich und Informationsmaterial, um die Clubs, Eltern und Junioren-Verantwortliche auf die Thematik aufmerksam zu machen, geplant. Das Ziel ist klar: Mehr lizenzierte Mädchen bzw. Juniorinnen sowie Interclub-Teams im Zürcher Tennissport. Der erste Schritt in Richtung dieses Ziels wurde nun gemacht.